Wissenswertes

Forstwirtschaft & Holzbearbeitungsmaschinen

- Geschichte, Verfahren, Anwendungen und Zukunft -

Die Forstwirtschaft und die Bearbeitung von Holz sind unzertrennlich miteinander verbunden. Ohne den nachwachsenden Rohstoff Holz wären die Holzbearbeitungsmaschinen und Werkzeuge überflüssig.

Die Holzbearbeitung hat eine lange Historie. Beginnend mit einfachsten Werkzeugen, wie Faustkeile oder später Äxte und Messer, fing die Bearbeitung von Holz an.

Denken wir nur an die Schifffahrt. Schiffsrümpfe und Masten bestanden in der Zeit der Eroberung der Weltmeere beginnend im 15. Jahrhundert aus Holz. Holz war weich und gut zu bearbeiten. Neben der positiven Eigenschaft der Schwimmfähigkeit war es auch noch gut zu biegen. Der Fortschritt wurde allerdings immer noch von Handwerkern geprägt, und nicht von Holzbearbeitungsmaschinen.vHeute wissen wir allerdings, dass Leonardo da Vinci schon im 15. Jahrhundert eine Hobelvorrichtung skizzierte. Aber erst im 19. Jahrhundert wurden dann immer mehr Maschinen und damit in Verbindung stehende Funktionen zum Patent angemeldet. So meldete z.B. in der Mitte des 19. Jahrhunderts Robert Thomson die Bandsäge, eine typische Holzbearbeitungsmaschine, zum Patent an.

Fahrzeuge, wie z.B. Pferdekutschen, waren weitestgehend in ihrem Aufbau durch Holz geprägt. Hölzerne Räder waren am Außenumfang mit Metall beschlagen. Auch bei den ersten Automobilen war Holz ein prägender Teil der Fahrzeugstruktur. Der Holzanteil nahm dann aber Anfang des 20. Jahrhunderts stetig ab. Rahmen und Karosserien wurden nach und nach aus Metall gefertigt. Die einzige Ausnahme ist die Morgan Motor Company, die bis in die Neuzeit Holz für ihre Fahrzeuge verwendet.

Ein Nachteil des Holzes ist, dass der Rohstoff je nach Holzart sehr lange benötigt um nachzuwachsen. Das haben die Spanier z.B. beim Bau Ihrer Armada festgestellt. Es gingen sogar ganze Kulturen, wie z.B. die Majas unter, weil Ihnen das Holz ausging und im Nebeneffekt auch die Böden verödeten.

Nachhaltigkeit hatte im Mittelalter und früher noch niemand im Blick. Heute kennen wir die Problematiken besser, unternehmen aber nicht viel gegen die massive Rodung von Regenwäldern zur Gewinnung von Ackerflächen.

Aber kehren wir zurück zu den Holzbearbeitungsmaschinen. Mechaniken für das Sägen und Hobeln wurden schon im 18. Jahrhundert entwickelt. Auch erste Entwürfe einer Drehmaschine bzw. Drechselbank entstanden Ende des 18. Jahrhunderts. Die Entwicklung der Dampfmaschine im selben Jahrhundert war der erste richtige Schritt für den Antrieb von Maschinen, u.a. auch Holzbearbeitungsmaschinen. Das war dann auch für die Holzbearbeitung der Start der industriellen Revolution.

Die Dampfmaschine trieb über eine Zentralwelle mehrere verschiedene Maschinen an. Antriebsriemen verbanden dabei die Zentralwelle mit der Maschine. Diese Parallelen sind auch aus der Metallbearbeitung bekannt.

Mit der Entwicklung der Gasmotoren war es dann auch möglich, einzelne Holzbearbeitungsmaschinen über Riemen anzutreiben.

Es gab auch schon vor der Dampfmaschine oder dem Benzinmotor einfache Maschinen, die über Schaufelräder durch fließendes Wasser angetrieben wurden (z.B. Sägen, Hobelwerke), aber das war noch keine industrielle Fertigung.

Holzbearbeitungsmaschinen gibt es heute in den unterschiedlichsten Varianten. In der Technik unterscheiden wir folgende Anwendungsbereiche:

Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Dieser groben Aufteilung folgen wir auch bei der Strukturierung der Kategorien zu den Holzbearbeitungsmaschinen auf unserer Plattform tramao.de.

Die bekanntesten Trennwerkzeuge in der Holzindustrie dürften die Sägen sein. Kettensägen und Kreissägen gibt es in fast allen Bereichen und die Spektren der Ausführungen und Größen sind vielfältig.

Auch Umformen ist bei der Holzbearbeitung möglich. Unter Wärme und Dampf (Feuchtigkeit) lassen sich Hölzer gut Biegen (Holzformmaschinen, Holzbiegemaschinen).

Zu der Rubrik der Fügemaschinen gehören die Kantenanleimmaschinen, Korpuspressen, Sperrholzanlagen und die Spanplattenanlagen.

Es gibt bei der Holzbearbeitung auch die aus der Metallbearbeitung bekannten Kombinationsmaschinen, die Holzbearbeitungszentren. Hierbei können z.B. Drehen und Fräsen in einer Maschine kombiniert sein. Es ist sowieso durchaus möglich, auf verschiedenen Maschinen nur durch den Wechsel der Werkzeuge Metall oder alternativ Holz zu bearbeiten. Holzdrehmaschinen werden auch Drechselbänke genannt.

Die Kombinationen Kunststoff, Metall (speziell Aluminium) und Holz sind auch aus dem Fensterbau bekannt. Für die Verarbeitung dieser Materialien sind spezielle Fensterbaumaschinen entwickelt worden. Auch diese Maschinen sind als eigene Kategorie auf tramao.de zu finden.

Des Weiteren dürfen auch ein umfangreiches Zubehör und die Werkzeuge als eigenständige Kategorien der Holzbearbeitungsmaschinen nicht fehlen. Zum Zubehör und zu den Werkzeugen gehören beispielsweise:

Auch die speziellen Transportmittel sind besonders in der Forstwirtschaft eine eigenständige Kategorie in dem Oberbegriff Holzbearbeitung:

Die in der Forstwirtschaft verwendeten Traktoren unterscheiden sich von den Traktoren der Landwirtschaft meistens nur in den verwendeten Anbauteilen. So findet man in der Forstwirtschaft z.B. Traktoren mit Ladekränen, Rundholzzangen oder auch mit angebauten Häckselmaschinen. Gabelstapler und Kräne sind auch in der Holzindustrie ein weit verbreitetes Transportmittel. Dafür gibt es auf der Plattform tramao.de eine eigene Top-Kategorie.

Moderne Holzbearbeitungsmaschinen besitzen nicht nur die Fähigkeit, reine Bearbeitungen durchzuführen. Die Automation hält auch hier immer weiter Einzug. Sie umspannt u.a. die folgenden, wichtigen Bereiche:

Auch diese Auflistungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigen aber die Vielfältigkeit der Holzbearbeitungsmaschinen von der Forstwirtschaft bis hin zu den Endprodukten auf.

Viele Werkzeugmaschinen, die früher als reine Metallbearbeitungsmaschinen bekannt waren, werden heute nicht mehr nur zur Metallverarbeitung verwendet. Schließlich können auf Werkzeugmaschinen durch Wechseln der Werkzeuge und der Einstellparameter auch Kunststoff, Karbon oder Holz bearbeitet werden.

Da Holz ein langsam nachwachsendes Naturprodukt ist und Aufforstung und Rodung nicht unbedingt im Einklang stehen, wird die Zukunft zeigen, wie es mit der Holzindustrie und den damit in Verbindung stehenden Maschinen weitergeht.

Monokulturen von zumeist schnell wachsenden Bäumen sind wirtschaftlich aber anfällig gegen Schädlingsbefall. Naturkatastrophen wie Stürme setzen der Forstwirtschaft auch hart zu. Aber zumindest in der näheren Zukunft kann die Holzindustrie und die damit in Verbindung stehenden Holzbearbeitungsmaschinen von einer sicheren Existenz ausgehen.

Holzbearbeitungsmaschinen als Kombinationsmaschinen wie z.B. Spanplattenanlagen mit anschließender Kunststoff-Beschichtungsanlage werden auch in Zukunft einen hohen Stellenwert haben. Die Möbelindustrie ist hier einer der größten Anwender.

Im Fensterbau vergrößert sich der Anteil der Kunststofffenster im Vergleich zu Holzfenstern stetig. Gründe hierfür sind der höhere Preis und der größere Pflegeaufwand beim Holzfenster im Vergleich zum Kunststofffenster.


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